{"id":152,"date":"2015-08-16T13:00:45","date_gmt":"2015-08-16T12:00:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lukas-hofmann.at\/www\/?p=152"},"modified":"2015-08-16T13:00:45","modified_gmt":"2015-08-16T12:00:45","slug":"die-tragische-third-symphony-von-james-barnes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lukas-hofmann.at\/www\/die-tragische-third-symphony-von-james-barnes\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Tragische&#8220; &#8211; Third Symphony von James Barnes"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;<strong>Die Tragische<\/strong>&#8220; &#8211; Mit diesem Untertitel beschreibt James Charles Barnes selbst seine\u00a0&#8222;Third Symphony op.89&#8220;. Der US-Amerikaner unterrichtet Musiktheorie und Komposition an der Universit\u00e4t in Kansas, wo er auch selbst studiert hat. Barnes selbst ist Tubist, was vielleicht u.a. auch die anspruchsvolle Tuba-Stimme erkl\u00e4rt. Er leitet auch das Blasorchester\u00a0der Universit\u00e4t Kansas.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/msHCszIxsuY\" width=\"420\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir gef\u00e4llt dieses Werk von Barnes schon lange gut, deshalb werde ich beim n\u00e4chstj\u00e4hrigen Konzertprojekt mit der Bl\u00e4serphilharmonie Osttirol das Finale, also den 4. Satz, als Er\u00f6ffnungsst\u00fcck des Konzertes machen. Somit\u00a0habe ich mich schon jetzt im Web auf die Suche nach dem Hintergrund des St\u00fcckes gemacht. F\u00fcndig geworden bin ich u.a. auf der <a href=\"http:\/\/www.blaeserphilharmonie-hn.de\/index.php?page=custom&amp;inhalt=Sinfonie%20No.%203%20%20Die%20Tragische\" target=\"_blank\">Homepage der Bl\u00e4serphilharmonie Heilbronn<\/a>, diese hat die gesamte Symphonie auf dem\u00a0Programm der\u00a0Projektphase 2015. Hier die \u00fcbersichtlichen Informationen dazu:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>James Barnes schreibt im Vorwort der Partitur zu seinem Werk:<\/i><br \/>\n&#8222;Die Dritte Sinfonie war ein Auftragswerk der United States Air Force Band, Washington D.C.. Der damalige Dirigent dieses Orchesters, Col. Alan Bonner, sagte mir, er wolle ein wirklich gro\u00dfes Werk f\u00fcr Blasorchester haben. Er legte weder Wert auf Stil, L\u00e4nge, Schwierigkeitsgrad oder sonst irgendetwas. Mir wurde also v\u00f6llig freie Hand gelassen das zu schreiben, was ich wollte.<\/p>\n<p>Ich begann an diesem Werk zu arbeiten, als ich in einer sehr schweren Lebenssituation war, n\u00e4mlich kurz nachdem unser Baby Nathalie gestorben war. Diese Sinfonie ist das Werk mit dem gr\u00f6\u00dften emotionalen Kr\u00e4fteverschlei\u00df, das ich je komponiert habe. M\u00fcsste man ihr einen Beinamen geben &#8211; ich glaube &#8222;tragisch&#8220; w\u00fcrde gut zu ihr passen.<br \/>\nDas Werk entwickelt sich von der tiefsten Dunkelheit der Verzweiflung bis hin zum Erstrahlen von Erf\u00fcllung und Freude.<\/p>\n<p>Der erste Satz verarbeitet viel Frustration, Bitterkeit, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit &#8211; all meine eigenen pers\u00f6nlichen Gef\u00fchle nach dem Verlust meiner Tochter.<br \/>\nDas Scherzo (2. Satz) geht mit bei\u00dfendem Spott und bitterer S\u00fc\u00dfe an dieses Thema, was auch mit Anma\u00dfung und der Selbstgef\u00e4lligkeit bestimmter Leute in dieser Welt zu tun hat.<\/p>\n<p>Der dritte Satz ist eine Fantasie dar\u00fcber, wie meine Welt ausgesehen h\u00e4tte, wenn Nathalie in ihr gelebt h\u00e4tte. Es ist ein Abschiedslied f\u00fcr sie.<br \/>\nDas Finale (4. Satz) steht f\u00fcr die Wiedergeburt des Geistes, einem Vers\u00f6hnungsversuch f\u00fcr uns alle. Das zweite Thema dieses letzten Satzes basiert auf einer alten lutherischen Hymne auf die Kinder &#8222;Weil ich Jesu Sch\u00e4flein bin&#8220;. Diese Hymne wurde an Nathalies Beerdigung gesungen.<\/p>\n<p>Die letzte Strophe dieses Liedes lautet:<br \/>\n<i> Sollt ich denn nicht fr\u00f6hlich sein,<br \/>\nIch begl\u00fccktes Sch\u00e4felein?<br \/>\nDenn nach diesen sch\u00f6nen Tagen<br \/>\nWerd ich endlich hingetragen<br \/>\nIn des Hirten Arm und Scho\u00df:<br \/>\nAmen, ja mein Gl\u00fcck ist gro\u00df!<\/i><\/p>\n<p>Am 25. Juni 1994, drei Tage nachdem ich die Sinfonie beendet hatte, wurde unser Sohn Billy Barnes geboren. So wie der dritte Satz Nathalie gewidmet ist, ist das Finale f\u00fcr Billy und ein Ausdruck unserer Freude, dass wir, nach dem tragischen Tod seiner Schwester, mit ihm gesegnet wurden.&#8220;<\/p>\n<p><center>________________________________________<\/center>Barnes malt ganz frei mit allen Harmonien und Gestaltungsmitteln, die ein Komponist Ende des 20. Jahrhunderts zur Verf\u00fcgung hat, beh\u00e4lt diese aber in den traditionellen Formen der S\u00e4tze einer Sinfonie.<br \/>\nDer erste Satz in c-Moll ist eine ver\u00e4nderte Sonatenform mit einer ausgedehnten Coda.<br \/>\nDer zweite Satz ist eine ABA-Form in der Subdominante f-Moll. Die \u00e4u\u00dferen A-Teile hat Barnes f\u00fcr Holzbl\u00e4ser und Schlagzeug instrumentiert, den B-Teil f\u00fcr Blechbl\u00e4ser, allerdings ged\u00e4mpft. Beide Themen kommen am Ende des Satzes mit dem vollen Orchester wieder vor.<br \/>\nAusgezeichnet in seiner Einfachheit ist der packend sch\u00f6ne dritte Satz, eine Fantasie in Des-Dur in der Form ABCABC-Coda.<br \/>\nDer vierte Satz in C-Dur ist wieder in Sonatenform und h\u00e4lt somit das ganze Werk im Gleichgewicht. Das erste Thema wird von den H\u00f6rnern vorgestellt, das zweite Thema ist, wie bereits oben erw\u00e4hnt, die Melodie der Hymne auf die Kinder.<\/p>\n<p>James Barnes ist sowohl Mitglied der Fakult\u00e4t f\u00fcr Orchester- als auch theoretische Komposition der Universit\u00e4t Kansas, lehrt Orchestrierung, Arrangieren und Komposition und gibt Kurse in Orchesterliteratur. Er leitet sowohl die Bl\u00e4sergruppe als auch das Blasorchester der Universit\u00e4t. Seine zahlreichen Werke f\u00fcr gro\u00dfes Blasorchester werden oft in den Vereinigten Staaten, Kanada, Europa und im pazifischen Raum aufgef\u00fchrt.<br \/>\nEr erhielt zweimal den American Bandmaster Association Ostwald Award f\u00fcr herausragende zeitgen\u00f6ssische Blasorchestermusik, sowie zahlreiche Preise der ASCAP und weitere Auszeichnungen.<br \/>\nJames Barnes reist st\u00e4ndig als Gastkomponist, &#8211; dirigent und -dozent durch die Vereinigten Staaten, Australien und Japan.<\/p>\n<pre><a href=\"http:\/\/www.blaeserphilharmonie-hn.de\/index.php?page=custom&amp;inhalt=Sinfonie%20No.%203%20%20Die%20Tragische\" target=\"_blank\">Quelle:\u00a0http:\/\/www.blaeserphilharmonie-hn.de\/index.php?page=custom&amp;inhalt=Sinfonie%20No.%203%20%20Die%20Tragische<\/a><\/pre>\n<\/blockquote>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Aufnahmen<\/span>:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/at\/album\/johan-meij-lord-rings-james\/id472203024\" target=\"_blank\">Osaka Municipal Band (Dirigent Kazuyoshi\u00a0Akiyama)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/at\/album\/watersky-wasserhimmel\/id687595111\" target=\"_blank\">Sinfonisches Blasorchester Vorarlberg (Dirigent Thomas Ludescher)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Tragische&#8220; &#8211; Mit diesem Untertitel beschreibt James Charles Barnes selbst seine\u00a0&#8222;Third Symphony op.89&#8220;. 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